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Der neue Mini-PC, es geht auch anders

Dieses Jahr musste ein neuer PC her. Hier könnt Ihr lesen, wie es sich nach einigen Monaten in der Rückschau damit lebt.

Das sechs Jahre alte Notebook wurde langsamer und der Lüfter dafür immer lauter. Zu Anfang dachte ich, dass es wieder ein Notebook werden sollte. Nachdem ich mich einige Tage bei örtlichen Händlern und im Internet versucht habe „schlauer“ zu machen, passierte genau das Gegenteil. Ich war mir nicht mal mehr sicher, ob ich überhaupt noch ein Notebook wollte, denn ich war auf einen winzigen Intel NUC gestoßen. Es war Liebe auf den ersten Blick. Er ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Nach ein paar Tagen stand der schöne Mini-PC dann auf meinem Schreibtisch. Man muss schon sehr die Ohren spitzen, wenn man jetzt noch etwas vom PC hören möchte. Der sonst oft übliche Lüfter fehlt. Einzig die CPU hat noch einen kleinen und sehr leisen Lüfter.

Ich hatte mich für eine einfache Ausstattung entschieden, weil ich nur die üblichen Dinge mit dem Rechner mache wie:

  • Fotos bearbeiten und verwalten
  • Internet über den Browser
  • E-Mail
  • Musik hören
  • etwas Programmierung

Für diese Aufgaben reicht eine einfache Ausstattung mit kleinem Prozessor, 120 GB SSD und 4 GB-RAM völlig aus. Der schöne Intel NUC kostete keine 300 € incl. Windows 8.1. Auch der Stromverbrauch ist sehr gering im Vergleich zu einem normalen PC.

Ein Netzwerkkabel brauche ich nicht. Der Mini-PC verbindet sich, wie vorher schon mein Notebook, über WLAN mit dem Router.

Er benötigt auch nicht viel Platz, und so konnte ich meinen Arbeitsplatz neu gestalten. Ein Rechner steht dort jetzt nicht mehr im Mittelpunkt.

Intel NUC

Intel NUC

Geliefert wurde das Gerät mit Windows 8.1. Das war erst mal eine Umstellung für mich, weil ich bis dahin mit Windows 7 gearbeitet hatte. Nach kurzer Zeit hatte ich mich daran gewöhnt. Dann kam die Möglichkeit des Updates auf Windows 10. Dies ging soweit problemlos über die Bühne. Allerdings kann ich mich bis heute nicht mit Windows 10 anfreunden. Besonders die plötzlichen Updates, die einfach im Hintergrund ablaufen, gefallen mit nicht. Auch die ungewollte Datenübertragung zu Microsoft ist nicht mein Fall.

So ging ich auf die Suche nach einer Alternative und wurde schnell fündig mit Linux Mint in der Version 17.2. Um es auszuprobieren startete ich es zunächst von einem USB-Stick. Nach einigen Tagen installierte ich es dann direkt vom USB-Stick aus parallel zu Windows 10. Beim Start des PC kann ich nun auswählen ob ich Windows 10 oder Linux Mint verwenden möchte. Inzwischen starte ich nur noch Linux und bin sehr zufrieden damit. Die Bedienung ist einfach, ich fand mich sofort gut zurecht und das ganze läuft sehr stabil. Es fehlt an nichts und alle Programme, die ich benötige, habe ich. Ganz wichtig, es macht auch noch Spaß!

An dieser Stelle vielen Dank an die Macher, die so viel von Ihrer Freizeit dafür investieren um Linux und die zahlreichen Programme zu entwickeln und weiter voran zu bringen!

Auf einen Drucker verzichte ich übrigens seit Jahren, denn in Münster gibt es zahlreiche Copy-Shops, die sehr gute Drucker haben. So schicke ich das, was ich unbedingt auf Papier benötige einfach per Mail dort hin und hole mir die Ausdrucke für kleines Geld in Top-Qualität dort ab.

Für mich bedeutet das Freiheit, denn ich habe hier keinen Drucker mehr herumstehen und mache mir auch keine Gedanken mehr darum, wann ich wieder Tinte oder Toner kaufen muss.

Die letzten Monate haben mit gezeigt, dass es auch andere Wege gibt. Mal sehen, wo das noch hin führt. 😉